The Amity Affliction in Hamburg: Metalcore Pur in der Großen Freiheit 36

The Amity Affliction – Große Freiheit 36 – 20.09.2026

Am 20. September waren The Amity Afflictionzu Gast in der Großen Freiheit 36 in Hamburg und hatten ihr neues Album House Of Cards im Gepäck. Die australische Band hatte für ihre Europatour ein schweres Support-Paket zusammengestellt. Mit Orthodox aus Nashville, Varials aus Philadelphia und Silent Planet aus Los Angeles standen gleich drei Bands mit purem Metalcore / Deathcore auf dem Programm, bevor The Amity Affliction selbst die Bühne übernahmen.

The Amity Affliction Hamburg 2026 18

Orthodox übernahmen den Laden mit purer Gewalt

Den Auftakt machten Orthodox aus Nashville. Die Band aus Tennessee überzeugte mit einem kompromisslosen Mix aus Metalcore, Hardcore und Deathcore. Bereits mit den ersten Songs wurde klar, dass der Abend nicht langsam angehen sollte. Orthodox brachten eine aggressive Grundstimmung in die Große Freiheit 36 und sorgten damit früh für Bewegung im Publikum. Das Pit öffnete sich weit und darin tummelten sich direkt die ersten Mosher, die mit wilden Moves den Saal zum Beben brachten. Der Sound der Band erinnert dabei sehr an Stray From The Path. Orthodox war auch als Support auf den australischen Konzerten der Abschiedstournee von Stray From The Path dabei. Über das letzte Konzert in Hamburg berichteten wir hier. Der jetzige Auftritt von Orthodox war ein hervorragender Auftakt für diesen Abend, der musikalisch klar auf Härte ausgelegt war. Die Band hat bewiesen, warum sie einer der spannendsten und härtesten Acts des modernen Metalcore ist.

Galerie Orthodox

Varials hielten das Level weiter hoch

Anschließend übernahmen Varials aus Philadelphia. Die Band verbindet Metalcore mit deutlichen Hardcore-Einflüssen und setzt dabei stark auf Groove und Druck. Das 2026 erschienene Album Where The Light Leaves bildete die Basis für den Auftritt. Die Songs des neuen Albums zeigen eine Band, die ihren Sound weiterentwickelt hat, ohne die rohe Energie ihrer früheren Veröffentlichungen aufzugeben. In Hamburg funktionierte dieser Ansatz besonders gut. Varials ließen den Sound deutlich schwerer werden und hielten die Aggression weiter hoch.

Galerie Varials

Silent Planet: Alles andere als leise

Als letzte Supportband standen Silent Planet auf der Bühne. Die aus Los Angeles stammende Metalcore-Band brachte eine andere Atmosphäre in den Abend. Neben den schweren Gitarren und intensiven Breakdowns spielt bei Silent Planet auch die emotionale Seite ihrer Songs eine wichtige Rolle. Damit bildete ihr Auftritt einen passenden Übergang zum Headliner. Nach den beiden deutlich hardcorelastigen Auftritten von Orthodox und Varials erweiterten Silent Planet den musikalischen Rahmen noch einmal etwas, bevor The Amity Affliction schließlich die Bühne in der Großen Freiheit 36 übernahmen.

Galerie Silent Planet

The Amity Affliction mit einem mächtigen Mix aus Gefühl und Härte

Mit Pittsburgh eröffneten The Amity Affliction ihren Auftritt. Der Song gehört zu den bekanntesten Stücken der Australier und war damit ein wirkungsvoller Einstieg in das Set. Direkt danach folgte mit Drag the Lake ein gefühlvoller Song.

Mit Like Love und Bleed ging es weiter durch das aktuelle Repertoire. Besonders Bleed bringt dabei die für The Amity Affliction typische Mischung aus aggressiven Passagen und emotionalen Momenten auf die Bühne. Mit Heaven Sent und It’s Hell Down Here zeigte die Band danach Songs aus ihrem neuen Album. Besonders Heaven Sent wurde vom Publikum laut mitgesungen und ist auch einer meiner favorisierten Songs auf dem Album.

Der Titelsong House of Cards durfte an diesem Abend natürlich ebenfalls nicht fehlen. Danach ging der Fokus wieder stärker auf ältere Songs. All My Friends Are Dead leitete den nächsten Abschnitt des Konzerts ein.

Zum Ende ging die Band kurz von der Bühne, um das Set danach mit Soak me in Bleach abzuschließen. Dabei forderte Sänger Joel Birch kurz vor Ende den ganzen Saal auf sich hinzuknien, was auch fast alle im Raum taten, bevor sie zum letzten Refrain noch einmal den ganzen Saal zum Springen brachten. Auch hier sang das Publikum nochmal besonders laut mit von der ersten Reihe bis zur Galerie.

Die Mischung aus allen Alben machte den Auftritt interessant. The Amity Affliction beschränkten sich in Hamburg nicht darauf, ihr neues Album möglichst vollständig vorzustellen. Stattdessen bekam das Publikum einen Querschnitt durch die Bandgeschichte zu hören, bei dem aktuelle Songs auf bekannte Stücke aus vergangenen Jahren trafen.

Galerie The Amity Affliction

Setlist The Amity Affliction
The Amity Affliction Setlist Grosse Freiheit 36, Hamburg, Germany 2026, House of Cards

Weitere Konzertberichte gibt es hier

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