Volle Dosis Metal mit Sylosis

Am 17. Januar 2026 feierte das Gruenspan in Hamburg einen unvergesslichen Abend für alle Fans harter Riffs und kompromisslosem Metal. Sylosis, die britischen Modern-Metal-Veteranen aus Reading, brachten zusammen mit einem starken Support-Line-Up aus vier Bands die Bühne zum Beben. Die Tour, die das in Kürze erscheinende Album The New Flesh promoten soll, bot einen Mix aus Technik, Aggression und melodischer Präzision. Das Publikum war von der ersten bis zur letzten Minute dabei und die Stimmung stieg mit jeder Band weiter an.

Life Cycles – Brutaler Hardcore-Mix aus Texas

Den Auftakt machten Life Cycles, eine energiegeladene Crossover/Hardcore-Thrash-Band aus den USA. Mit roher Kraft, schnellen Breaks und einer intensiven Bühnenpräsenz brachten sie das Publikum langsam in die richtige Stimmung für den Abend. Das Gruenspan war noch nicht ganz gefüllt und es gab noch keine richtigen Moshpits, aber die ersten Köpfe begannen zu nicken. Das war schon fast zu wenig Reaktion für die energiegeladene Musik, die die Band auf der Bühne abriss. Ihre kompromisslose Mischung aus Hardcore-Breakdowns und thrashigen Riffs war der perfekte Einstieg in den Abend.

Fotos Life Cycles

Distant – Niederländisch/Slowakische Deathcore-Wucht

Als zweiter Support des Abends legten Distant los, eine vierköpfige Deathcore-Wucht aus den Niederlanden und der Slowakei. Mit ihrem brachialen Sound, einem Mix aus Downtempo-Deathcore, Brutal-Death-Metal und Beatdown vereint, erzeugten sie die ersten Moshpits und Circle Pits vor der Bühne. Die komplexen, schweren Songs und die intensive Performance setzten einen klaren Punkt und haben bewiesen, dass wie vielfältig moderner Metal ist.

Fotos Distant

Revocation – Veteranen zeigen wie es geht

Die dritte Vorgruppe des Abends, Revocation, lieferte in der technischen und präzisen Manier ab, die man von Ihnen schon seit vielen Jahren kennt. Für mich war es das erste Mal, das ich sie live erleben durfte. Die Wucht mit der die Band ihre Songs nach vorne peitscht hat mich zunächst kalt erwischt, aber über die Show komplett überzeugt. Die amerikanischen Veteranen des Death Metal mischen drückende Riff-Arrangements mit blitzschnellen Schlagzeug-Partsund messerscharfen Soli. Ihre langjährige Erfahrung und ihr hochentwickelter Sound brachten nochmal eine weitere Facette in das Programm des Abends. Beim letzten Song wurden sogar zwei Wall of Deaths hintereinander im Publikum gemacht. Das zeigt, wie sehr die Fans das Konzert gefeiert haben.

Fotos Revocation

Sylosis – The New Flesh rockt

Als Sylosis schließlich die Bühne betraten, war die Stimmung im Gruenspan auf ihrem Höhepunkt. Die Briten präsentierten eine Setlist, die sowohl Klassiker als auch neuere Songs enthielt und die enorme Bandbreite ihres Schaffens demonstrierte. Die Mischung aus aggressiven Neuheiten und etablierten Live-Favoriten zeigte einmal mehr, warum Sylosis zu den spannendsten Acts im modernen Metal zählen. Jeder Track knüpfte nahtlos an den vorangegangenen an und sorgte für intensive 90 Minuten voller Präzision, Melodie und purer Adrenalin-Explosion. Sie spielten sogar einen noch unveröffentlichten Song vom neuen Album mit All Glory, No Valor . Sänger Josh Middleton bat das Publikum darum die Performance nicht mit dem Smartphone zu filmen oder zumindest nicht online zu stellen. Tatsächlich sah man nur vereinzelte Besucher filmen. Es war ein cooler Moment.

Das gesamte Konzert war ein Fest für Fans härterer Klänge. Mit einer ausgewogenen Mischung aus energiegeladenen Support-Acts und einer Headliner-Show, die technisch wie emotional auf höchstem Niveau performte, haben Sylosis ein deutliches Statement in Sachen Live-Metal gesetzt.

Setlist Sylosis Hamburg
Sylosis Setlist Gruenspan, Hamburg, Germany, UK & Europe 2026

Fotos Sylosis

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