Die Hamburg Music Hall soll eine strukturelle Lücke schließen. Hamburg gilt als eine der wichtigsten Musikstädte Deutschlands. Von kleinen Clubs wie dem Molotow oder dem Logo über etablierte Konzertlocations wie die Markthalle oder das Docks bis hin zu den großen Arenen bietet die Hansestadt ein breites Angebot für Musikfans. Dennoch gibt es seit Jahren eine Lücke: Für Konzerte mit rund 2.000 bis 5.000 Besuchern fehlt eine moderne, speziell für Live-Musik konzipierte Spielstätte. Dadurch werden Touren in Hamburg sehr schnell nach den größten Clubs in Hallen wie der Alsterdorfer Sporthalle geplant, die für viele Bands jedoch noch zu groß ist, um sie voll auszulasten. Für ein richtig gutes Konzerterlebnis für Künstler*innen und Besucher*innen ist es am schönsten, wenn der Saal voll ist.

Hinter dem Projekt steht eine Initiative aus Hamburger Veranstaltern und Clubbetreibern, die sich seit vielen Jahren für den Bau einer neuen Konzerthalle einsetzt. Ziel ist es, Künstler*innen, Veranstalter*innen und Besucher*innen eine zeitgemäße Location zu bieten, die den Anforderungen moderner Live-Produktionen gerecht wird.
Eine Bühne für internationale Tourneen
Die geplante Hamburg Music Hall soll auf dem ehemaligen ThyssenKrupp-Gelände gegenüber dem neuen Fernbahnhof Diebsteich entstehen und Veranstaltungen mit einer Kapazität zwischen 2.000 und 5.000 Gästen ermöglichen. Damit würde sie genau den Bereich abdecken, in dem viele internationale Bands mittlerweile Schwierigkeiten haben, passende Spielstätten in Hamburg zu finden. Der jetzt ausgewählte Architekturplan sieht vor, dass eine bestehende Lagerhalle saniert und ausgebaut wird.
Während kleinere Clubs häufig zu wenig Platz bieten und Arenen wie die Barclays Arena oder die Sporthalle für viele Tourneen bereits zu groß sind, soll die Music Hall eine ideale Zwischengröße schaffen. Nach Angaben der Projektinitiative orientiert sich das Konzept unter anderem am berühmten Roundhouse in London – einer traditionsreichen Konzerthalle, die nach ihrer Modernisierung zu einer der beliebtesten Live-Locations Europas wurde.
Warum Hamburg eine neue Music Hall braucht
Für viele Konzertveranstalter stellt die aktuelle Situation in Hamburg eine Herausforderung dar. Zahlreiche Tourneen müssen auf andere Städte ausweichen oder auf Kompromisse bei der Wahl der Spielstätte eingehen.
Eine moderne Konzerthalle könnte:
- mehr internationale Künstler nach Hamburg holen
- die Auslastung bestehender Hallen sinnvoll ergänzen
- bessere Produktionsbedingungen für Tourneen schaffen
- die Live-Musik-Szene langfristig stärken
- Hamburgs Position als Musikmetropole weiter ausbauen
Gerade im Bereich Rock, Metal, Punk, Indie und Alternative könnten viele Tourneen von einer Halle dieser Größenordnung profitieren.
Mehr als nur eine neue Konzerthalle
Die Hamburg Music Hall versteht sich nicht ausschließlich als weiterer Veranstaltungsort. Vielmehr soll sie ein zentraler Treffpunkt für Live-Musik werden und eine nachhaltige Ergänzung der bestehenden Hamburger Konzertlandschaft darstellen.
Die Initiatoren betonen, dass Hamburg zwar über zahlreiche renommierte Veranstaltungsorte verfügt, jedoch im mittleren Kapazitätsbereich seit Jahren ein strukturelles Defizit besteht. Mit einer modernen Infrastruktur, guter Erreichbarkeit und einer auf Konzerte ausgelegten Architektur soll diese Lücke geschlossen werden.
Wann kommt die Hamburg Music Hall?
Ein konkreter Baustart oder Eröffnungstermin steht derzeit noch nicht fest. Grobe Angaben sehen vor, dass die Halle im Jahr 2030 eröffnen soll. Auf der offiziellen Projektseite informiert die Initiative regelmäßig über den aktuellen Planungsstand und die Vision hinter der Hamburg Music Hall.
Ein Gewinn für Hamburgs Konzertszene
Wenn die Hamburg Music Hall realisiert wird, könnte sie eine der wichtigsten Ergänzungen der Hamburger Live-Landschaft seit der Eröffnung der Elbphilharmonie werden – allerdings mit einem völlig anderen Fokus. Während die Elbphilharmonie vor allem für klassische Musik und ausgewählte Konzerte steht, richtet sich die Hamburg Music Hall gezielt an die internationale Live- und Clubszene. Damit könnte sie künftig zu einer festen Adresse für Rock-, Metal-, Punk-, Indie- und Pop-Konzerte werden und Hamburg als Konzertstadt nachhaltig stärken.
Webseite der Hamburg Music Hall: Link
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