Album Release: Avalanche – Armed To The Teeth

Avalanche liefern ein Album wie eine Kampfansage

Manchmal braucht Rock’n’Roll keine Neuerfindung – sondern einfach wieder Riffs, Lautstärke und Haltung. Genau hier setzen Avalanche mit Armed To The Teeth an. Mit ihrem Debütalbum feuert die Kombo aus Australien eine dreckige, schweißgetränkte Hard-Rock-Breitseite ab, die ihre Wurzeln tief im australischen Pub Rock hat und jetzt auch international für Furore sorgen wird. Das ist kein Nostalgieprojekt, sondern eine moderne Kampfansage mit klassischem Herzschlag.

Vom ersten Riff an ist klar: Diese Band wurde nicht für Streaming und Algorithmen geboren, sondern für klebrige Clubböden, klingelnde Ohren und hochgerissene Fäuste. Armed To The Teeth klingt roh, direkt und ehrlich. Das liegt auch daran, dass ein Großteil der Platte live eingespielt wurde. Keine Studio-Spielereien, keine Hochglanzpolitur. Nur Amps auf Anschlag und mit dem Herzen voran.

Der titelgebende Track Armed To The Teeth ist direkt ein Volltreffer: stampfende Akkorde, brennende Vocals und ein markantes Finger-Tapping-Riff, das sofort ins Nackenmark fährt. Die Band sendete ein Mastertape an Airbourne-Frontmann Joel O’Keeffe und dieser adelte den Song als einen der besten neuen Rock’n’Roll-Tracks der letzten Zeit und riet dazu, das Album nach diesem Song zu benennen. Das wirkt nach dem ersten Durchlauf mehr als nachvollziehbar.

Avalanche Bandfoto
Avalanche Bandfoto

Mit Down For The Count liefern Avalanche eine klassische Steh-wieder-auf-Hymne ab – hymnisch, kämpferisch und wie gemacht für kollektives Mitsingen. On The Bags Again dagegen ist die pure Eskalation: Chaos, Humor und Attitüde, verpackt in eine Party-Nummer, die jede Theke gefährlich nah an den Abgrund bringt. Spätestens hier zeigt sich, dass die Band nicht nur laut, sondern auch richtig unterhaltsam ist.

Bottle Of Sin ballert schnörkellos nach vorne, Dad, I Joined A Rock ’n’ Roll Band ist eine augenzwinkernde Liebeserklärung an jugendliche Fehlentscheidungen, und Ride Or Die sowie Going For Broke unterstreichen das sichere Gespür für Hooks, ohne jemals anbiedernd zu wirken. Jeder Track hat seine Daseinsberechtigung. Füllmaterial sucht man hier vergeblich.

Zwei Jahre hat die Band an ihrem Debütalbum gearbeitet und dabei Blut, Schweiß und Bier investiert. Die Band besteht aus dem Ehepaar Steven Campbell am Bass und Mikrofon und Veronica “V” Campbell an der Leadgitarre. Gemeinsam mit Blake Poulton an der Rhythmusgitarre und Australiens härtestem Drummer Bon Lowe am Schlagzeug entfachen  sie eine Bühnenpräsenz, der man sich unmöglich entziehen kann.

Armed to the teeth Album Cover Avalanche
Armed to the teeth Album Cover Avalanche

Was Armed To The Teeth so stark macht, ist diese ungebremste Chemie zwischen dem Ehepaar aus Sänger und Gitarristin. Gesang, Bass und Leadgitarre greifen ineinander wie ein gut geöltes Getriebe. Wenn man sich das Album anhört, muss man direkt an kompromisslosen Rock denken und da liegt es nur nahe, dass Avalanche im Februar 2026 mit den australischen Helden von Airbourne auf Europa- und UK-Tour gehen werden. Das Album wird am 13.02.2026 pünktlich zur Gutsy-Europa-Tour mit Airbourne erscheinen. In Deutschland sind sie am 14.02. in der Georg-Elser-Halle in Hamburg sowie am 20.02. im Palladium in Köln dabei.

Unterm Strich ist Armed To The Teeth mehr als nur ein Debüt. Es ist ein Statement. Eine Platte, die den Geist der goldenen Rock-Ära feiert, ohne sich darin zu verlieren – und gleichzeitig zeigt, dass australischer Hard Rock auch 2026 noch mit Nachdruck zuschlagen kann.

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