Arch Enemy trennen sich von Sängerin Alissa White-Gluz

Die Metal-Welt ist erneut in Aufruhr: Arch Enemy haben heute offiziell bekanntgegeben, dass sie sich mit sofortiger Wirkung von ihrer Sängerin Alissa White-Gluz getrennt haben. Eine Nachricht, die aus dem Nichts kommt und Fans weltweit überrascht.

Arch Enemy Alissa White-Gluz
Foto: Selbymay / CC BY 4.0 (via Wikimedia Commons)

Eine Band mit wechselvoller Geschichte

Arch Enemy wurden 1995 vom ehemaligen Carcass-Gitarristen Michael Amott gegründet. Von Anfang an verfolgte die Band eine klare Vision. Sie spielen Melodic Death Metal, der Härte und melodische Elemente vereint und dabei technisch anspruchsvoll ist. Über die Jahre entwickelte sich Arch Enemy zu einer der weltweit erfolgreichsten Bands ihres Genres – nicht zuletzt wegen ihrer charismatischen Frontfiguren.

Die Bandgeschichte ist geprägt von mehreren Sängerwechseln: Zunächst setzte Johan Liiva am Mikrofon die Grundsteine des Arch-Enemy-Sounds. 2000 folgte ein bedeutender Wendepunkt, als Angela Gossow die Rolle der Frontfrau übernahm. Mit ihr startete die Band global durch. Gossows kraftvolle Growls und ihre starke Bühnenpräsenz machten Arch Enemy zu einer Institution. 2014 übergab sie das Mikrofon an Alissa White-Gluz – eine Entscheidung, die die Band auf eine neue Ebene hob.

Alissa White-Gluz: Die Stimme einer neuen Ära

Alissa war bereits vor ihrem Einstieg bei Arch Enemy eine etablierte Größe – insbesondere durch ihre Arbeit bei The Agonist. Ihr vielseitiger Gesang, bestehend aus brutalen Shouts und melodischen Cleans, verlieh Arch Enemy frischen Wind. Mit ihr veröffentlichte die Band erfolgreiche Alben wie War Eternal und Will to Power, Deceivers und dem erst dieses Jahr erschienen Album Blood Dynastie

Auch live war Alissa eine Naturgewalt. Sie schaffte es, den hohen Erwartungen gerecht zu werden, die Angela Gossow hinterlassen hatte – und sich gleichzeitig als eigene künstlerische Persönlichkeit zu etablieren.

Der Bruch: Gründe und Reaktionen

Die offizielle Mitteilung der Band fällt knapp aus, genaue Gründe werden nicht genannt. Ob kreative Differenzen, zukünftige Projekte oder interne Spannungen ausschlaggebend waren, bleibt bislang offen. Die Band betont jedoch, dass man sich im Guten getrennt habe.

Das offizielle Statement der Band im Wortlaut: „Arch Enemy haben sich von Sängerin Alissa White-Gluz getrennt. Wir sind dankbar für die Zeit und die Musik, die wir zusammen verbracht und gemacht haben, und wünschen ihr alles Gute. Wo immer es auch ein Ende gibt, gibt es auch einen Anfang. Wir sehen uns im Jahr 2026.“

Auch Alissa selbst äußert sich zurückhaltend, bedankt sich bei den Fans und lässt offen, wohin es sie musikalisch zieht. Angesichts ihres Talents und ihres Netzwerks dürfte jedoch feststehen, das auch ihr musikalischer Weg noch nicht zu Ende ist. Sie deutet in ihrem Statement an, dass sie bereits einige Überraschungen bereithält, an denen sie im Hintergrund gearbeitet hat. Ob das der Grund für die plötzliche Trennung war, bleibt abzuwarten. Man darf gespannt sein, was uns sowohl von Arch Enemy als auch von Alissa White-Gluz in 2026 erwartet.

Das Statement von Alissa im Wortlaut: Nach 12 Jahren bei ARCH ENEMY  haben wir uns nun getrennt. Ich bin den Tausenden von tollen Fans, die ich getroffen habe, für immer dankbar. Danke, Beastlings!
Ich kann es kaum erwarten, euch zu erzählen, woran in zwischenzeitlich  gearbeitet habe, ich habe einige Überraschungen auf Lager! Folgt mir für weitere Neuigkeiten im Jahr 2026. Bis bald.

Inzwischen ist klar, was sie damit meinte. Sie startet ein Solo-Projekt und hat bereits den ersten Song The Room Where She Died vorgestellt.

Was bedeutet das für Arch Enemy?

Die Frage, die sich viele stellen: Wohin geht es nun mit Arch Enemy? Die Band ist bekannt dafür, Rückschläge als Chance zu nutzen. Jede Veränderung am Mikrofon führte bisher zu einer neuen kreativen Phase – oft stärker als zuvor. Ob ein neues Gesicht die Bühne betreten wird oder die Band möglicherweise eine Pause einlegt, bleibt derzeit Spekulation.

Sicher ist: Arch Enemy stehen an einem erneuten Wendepunkt. Der Abschied von Alissa White-Gluz markiert zweifellos einen deutlichen Einschnitt, weil sie den Sound der Band in den letzten Jahren maßgeblich geprägt hat, aber zugleich bedeutet es den Beginn eines neuen Kapitels.

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